Der Ort in mir – Sarah Nierwitzki

12,99 

Das strenge Leben in der religiösen Gemeinde ist das einzige, das Leah kennt. Als ihr bester Freund Simon plötzlich an ihrem Arbeitsplatz auftaucht, ändert sich auf einen Schlag alles. Zusammen mit ihrem Bruder Aaron ist er vor einem Jahr aus der Gemeinde geflohen und kehrt nun zurück, um Leah zu enthüllen, dass ihr Leben ein Sumpf aus Lügen und Geheimnissen ist. Obwohl Leah weiß, dass es falsch ist, sich auf die Welt „da draußen“ einzulassen, kann sie ihrer Familie nicht mehr vertrauen. Sie folgt Simon in eine Welt, die ihr gleichzeitig fremd und voller Versuchungen ist. Je weiter sie ihr Weg führt, desto deutlich erkennt sie, dass sie sich entscheiden muss: Ist ein Leben voller Musik und Freiheit es wert, ihre Familie und die Sicherheit der Gemeinde für immer aufzugeben?

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Bewertungen

  1. Jana Heincke

    Autor: Sarah Nierwitzki
    Verlag: Zeilengoldverlag
    Preis: 12,99 Taschenbuch

    Klappentext

    Das strenge Leben in der religiösen Gemeinde ist das einzige, das Leah kennt. Als ihr bester Freund Simon plötzlich an ihrem Arbeitsplatz auftaucht, ändert sich auf einen Schlag alles. Zusammen mit ihrem Bruder Aaron ist er vor einem Jahr aus der Gemeinde geflohen und kehrt nun zurück, um Leah zu enthüllen, dass ihr Leben ein Sumpf aus Lügen und Geheimnissen ist. Obwohl Leah weiß, dass es falsch ist, sich auf die Welt „da draußen“ einzulassen, kann sie ihrer Familie nicht mehr vertrauen. Sie folgt Simon in eine Welt, die ihr gleichzeitig fremd und voller Versuchungen ist. Je weiter sie ihr Weg führt, desto deutlich erkennt sie, dass sie sich entscheiden muss: Ist ein Leben voller Musik und Freiheit es wert, ihre Familie und die Sicherheit der Gemeinde für immer aufzugeben?

    Meine Meinung

    Ich verfolge Sarah schon länger auf Instagram und war mir sicher, dass sie großes Talent besitzt und gerade deshalb habe ich mich gefreut, ihr neustes Buch „Der Ort in mir“ lesen zu dürfen.
    In dem Buch geht es um Leah, die in einer kirchlichen Gemeinde lebt und mit der Welt, wie wir sie kennen, nicht so wirklich etwas anfangen kann. Das ändert sich jedoch, als Simon plötzlich wieder vor Leah steht und ihr etwas so Wichtiges erzählt, die ihr ganzes Leben infrage stellt.
    Kurzerhand entschließt sie sich, für vier Wochen auszubrechen und mit Simon zu reisen. Den Grund und die Orte der Reise verrate ich hier nicht, da ich nicht spoilern möchte. Ich persönlich fand es sehr emotional und total schön zu lesen. Auch wie es danach weitergeht, müsst ihr selbst herausfinden.

    Leah als Protagonistin fand ich unglaublich toll. Sie hat mich, abgesehen von der Leidenschaft zum Musizieren, oft an mich selbst erinnert, da sie ein ruhiger Mensch ist, viel mit sich selbst ausmacht und manchmal zu viel denkt. Sie steckt unglaublich viel ein und lässt kaum jemanden an ihren Gefühlen teilhaben. Ab und an hätte ich sie deswegen gern geschüttelt, vor allem in Bezug auf Simon.
    Vielleicht stört mich das aber auch nur, weil ich ein ganz klein wenig in ihn verknallt bin. 😀

    Simon ist so niedlich. Er ist witzig, er hört zu und er beschützt Leah. Man könnte denken, dass er das genaue Gegenteil von Leah ist, mit seiner lauten Art und seinen Witzen. Doch ich fand, dass er damit oft versucht hat, seine Unsicherheiten zu überspielen und Angst hatte, seine wahren Gedanken zu teilen, weil ihn niemand ernst nehmen könnte. Für mich war er nicht so selbstbewusst, wie er sich gegeben hat, was ich aber nicht schlimm fand. Eher fand ich es süß.

    Die zwei zusammen zu erleben war wirklich herzerwärmend und ihre sich aufbauende Beziehung fand ich so intensiv, auch ohne viel Drama- oder Liebesszenen. Ich weiß nicht genau, ob ich dafür die richtigen Worte finden kann, aber ich fand die zwei waren perfekt, gerade weil sie nicht perfekt waren und sich das Vertrauen erst wiederaufbauen musste. Trotzdem hat man gemerkt, was die beiden verbindet und wie sie sich ergänzen und das Beste aus dem anderen herausholen.

    Den Schreibstil von Sarah finde ich großartig und auf eine Art poetisch. Ich werde das Buch auf jeden Fall noch öfter lesen, da es so viele kleine Details enthält. Auch das vieles nur angedeutet wird und es nicht wie jedes 0815- Buch vor kitschigen Liebesszenen und künstlichen Dramen tropft, rechne ich Sarah hoch an. Es wirkt keinesfalls plump, sondern ist perfekt platziert. Ein riesengroßer Pluspunkt war für mich aber die Gefühlsachterbahn. Ich habe nicht viele Bücher, die in mir so ein Wechselbad der Gefühle auslösen. Die mich zum Lachen bringen, während ich noch dabei bin, die Tränen wegzublinzeln. Die mich wütend dasitzen und danach wieder wie einen verliebten Teenager grinsen lassen. Hut ab Frau Nierwitzki!

    Eine kleine Anmerkung habe ich noch:

    In „Der Ort in mir“ geht es um eine kirchliche Gemeinde, die man auch als Sekte bezeichnen könnte.
    Sarah ist super mit diesem Thema umgegangen und hat dies auf keinen Fall „zerrissen“ oder dramatisiert, was andere Autoren vielleicht getan hätten, um den nötigen Spannungsfaktor zu haben. Danke dafür.

    Fazit
    Ein Buch was es schafft, mit leisen Tönen das Herz zu berühren.
    Jahreshighlight!
    Ich gebe 5+/5 Sterne.

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